Eigenheim
Altersvorsorgedepot fürs Eigenheim
Geförderte Altersvorsorge und der Wunsch nach den eigenen vier Wänden schließen sich nicht aus – im Gegenteil. Ab 2027 lässt sich gefördertes Kapital deutlich einfacher in eine selbst genutzte Immobilie stecken als bisher. An vier Stellen gleichzeitig wird es besser.
Zwei Wege in die eigene Immobilie
1. Kapital entnehmen
Du nimmst Geld aus dem Depot und steckst es in den Kauf oder Bau einer selbst genutzten Wohnung oder eines Hauses. Möglich sind bis zu 100 Prozent des angesparten Kapitals. Auch die Entschuldung einer bereits finanzierten Immobilie zählt dazu.
2. Tilgung fördern lassen
Statt Kapital zu entnehmen, fließt die Förderung direkt in die Tilgung deines Immobiliendarlehens. Der Vorteil: Du baust nicht erst über Jahre ein Depot auf, um es dann wieder aufzulösen – die Zulagen wirken sofort gegen die Restschuld.
Was sich ab 2027 ändert
Vier Verbesserungen, die zusammen den Unterschied machen:
- Das Wohnförderkonto wächst nicht mehr. Bisher wurde es jährlich mit 2 Prozent erhöht. Künftig sind es 0 Prozent – der fiktive Betrag, den du später versteuerst, bleibt stehen statt anzuschwellen.
- Die Besteuerung verteilt sich auf fünf Jahre statt auf rund zwanzig. Kürzer, überschaubarer, planbarer.
- Der Mindestrestbetrag von 3.000 € entfällt. Du musst keinen Sockel im Vertrag zurücklassen.
- Die Entnahmemöglichkeit ist kein Pflichtbestandteil des Vertrags mehr. Sie steht dir unabhängig davon offen, wie dein Vertrag gestaltet ist – das war vorher eine echte Hürde.
Das Wohnförderkonto – kurz erklärt
Der Begriff schreckt ab, dahinter steckt etwas Einfaches: Wenn du gefördertes Kapital in dein Eigenheim steckst, wird es nicht sofort besteuert. Der Staat merkt sich den Betrag auf einem rechnerischen Konto – es fließt kein Geld, es wird nur mitgeschrieben.
Im Ruhestand versteuerst du diesen gemerkten Betrag dann. Nach altem Recht wuchs er jedes Jahr um 2 Prozent an, verteilt auf rund zwanzig Jahre. Nach neuem Recht bleibt er stehen und wird über fünf Jahre abgerechnet.
Für dich heißt das: weniger zu versteuern und schneller vorbei. Das ist der eigentliche Fortschritt, auch wenn er sich hinter einem sperrigen Wort versteckt.
Der Haken, den du vorher kennen solltest
Zwei Bedingungen bleiben:
- Die Immobilie musst du selbst bewohnen. Eine vermietete Kapitalanlage ist damit nicht förderfähig. Ziehst du später dauerhaft aus, kann eine Nachversteuerung fällig werden.
- Was du entnimmst, arbeitet nicht mehr im Depot. Der Betrag steckt in Steinen statt in Fonds. Ob das für dich aufgeht, hängt vom Zinssatz deiner Finanzierung ab: Bei teuren Darlehen ist die Entnahme oft klar im Vorteil, bei alten Verträgen mit niedrigem Zins häufig nicht.
Diese Abwägung lässt sich rechnen, und genau das machen wir im Gespräch – mit deinen Zahlen statt mit Beispielwerten.
Für wen sich das besonders lohnt
- Wer in den nächsten Jahren kaufen will. Du sparst gefördert an und entscheidest später, ob das Geld ins Eigenheim oder in die Rente geht. Die Entscheidung musst du nicht heute treffen.
- Wer schon finanziert und die Restschuld drücken will. Hier wirkt die Tilgungsvariante am direktesten.
- Familien. Mit 300 € je Kind und Jahr kommt eine Summe zusammen, die in der Tilgung spürbar wird.
Wie viel Förderung in deinem Fall zusammenkommt, zeigt der Förder-Rechner. Und falls du einen Riester-Vertrag hast, den du fürs Eigenheim einsetzen wolltest: Die Regeln dazu stehen auf der Seite Riester wechseln.
Eigenheim-Variante durchrechnen lassen
Kostenlos und unverbindlich. Termine in Nürnberg oder digital – ganz wie es dir passt.
Buying a home
Using the retirement account for your own home
Subsidised retirement saving and the wish to own your home are not mutually exclusive – quite the opposite. From 2027, subsidised capital can go into a property you live in yourself far more easily than before. Four things improve at once.
Two routes into your own property
1. Withdraw capital
You take money out of the account and put it towards buying or building a home you live in yourself. Up to 100 per cent of the accumulated capital can be used. Paying off a property you are already financing counts too.
2. Have your repayments subsidised
Instead of withdrawing capital, the subsidy flows directly into repaying your mortgage. The advantage: you do not first build up an account over years only to dissolve it again – the allowances work against the outstanding debt immediately.
What changes from 2027
- The housing subsidy account stops growing. It used to be increased by 2 per cent a year. In future it is 0 per cent – the notional amount you later pay tax on stays put instead of swelling.
- Taxation is spread over five years instead of around twenty. Shorter, clearer, easier to plan for.
- The €3,000 minimum residual amount is abolished. You no longer have to leave a base amount in the contract.
- The withdrawal option is no longer a mandatory part of the contract. It is available regardless of how your contract is set up – that used to be a real obstacle.
The housing subsidy account, briefly explained
The term is off-putting; the idea behind it is simple. When you put subsidised capital into your home, it is not taxed straight away. The state records the amount in a notional account – no money moves, it is merely noted.
In retirement you then pay tax on that recorded amount. Under the old rules it grew by 2 per cent every year and was settled over about twenty years. Under the new rules it stays put and is settled over five.
For you that means less to pay tax on, and done sooner. That is the real progress, even if it hides behind an awkward word.
The catch you should know about
- You have to live in the property yourself. A rented investment property does not qualify. If you move out permanently later, additional tax may fall due.
- What you withdraw no longer works in the market. The amount sits in bricks rather than funds. Whether that adds up depends on the interest rate on your financing: with expensive loans withdrawal is often clearly better, with older low-interest agreements often not.
That trade-off can be calculated, and that is exactly what we do together – with your figures rather than sample ones.
Who benefits most
- Anyone planning to buy in the next few years. You save with subsidies and decide later whether the money goes into a home or a pension. You do not have to decide today.
- Anyone already financing who wants to cut the outstanding debt. The repayment route works most directly here.
- Families. At €300 per child per year, the amounts add up noticeably against a mortgage.
The calculator shows how much subsidy your case adds up to. And if you hold a Riester contract you wanted to use for a property, the rules are on the switching page.
Have the home option calculated
Free and without obligation. Meetings in Nuremberg or online – whichever suits you.