Für Selbstständige und Freiberufler

Altersvorsorgedepot für Selbstständige

Bei Riester waren Selbstständige außen vor – zwanzig Jahre lang. Das Altersvorsorgedepot steht ihnen ab 2027 offen, mit derselben Förderung wie allen anderen. Für viele ist das die erste staatlich geförderte Altersvorsorge, die auch wirklich zu schwankenden Einnahmen passt.

Warum das eine echte Änderung ist

Die Riester-Förderung war an die gesetzliche Rentenversicherungspflicht gekoppelt. Wer selbstständig war und nicht pflichtversichert, hatte keinen Anspruch – unabhängig davon, wie viel er verdiente oder wie dringend er vorsorgen musste. Übrig blieben die Basisrente, das freie Depot oder gar nichts.

Beim Altersvorsorgedepot fällt diese Hürde weg. Gefördert wird, wer unbeschränkt steuerpflichtig ist. Die Erwerbsform spielt keine Rolle mehr.

Was du bekommst

  • Bis zu 540 € Grundzulage im Jahr. 50 Prozent auf die ersten 360 € deiner Beiträge, 25 Prozent auf alles weitere bis 1.800 €.
  • 300 € je Kind und Jahr mit Kindergeldanspruch, in voller Höhe ab 25 € eigenem Beitrag im Monat.
  • Sonderausgabenabzug auf eigene Beiträge bis 1.800 € plus die erhaltenen Zulagen – ohne Kinder also bis zu 2.340 €.
  • Anlage in Fonds und ETFs ohne Beitragsgarantie, mit einer gesetzlichen Kostengrenze von 1,0 Prozent beim geförderten Standardprodukt.

Wie das in deinem Fall aussieht, rechnet der Förder-Rechner in dreißig Sekunden aus.

Der Punkt, der für Selbstständige zählt: Flexibilität

Selbstständige Einkommen schwanken. Ein gutes Quartal, ein mageres, eine Investition, die alles bindet – das ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Genau daran scheitern viele Vorsorgeprodukte, weil sie feste Beiträge über Jahrzehnte verlangen und Kürzungen bestrafen.

Hier liegt der Mindestbeitrag bei 120 € im Jahr, also 10 € im Monat. Die volle Förderung erreichst du bei 1.800 € im Jahr – aber du musst diesen Betrag nicht Monat für Monat gleichmäßig aufbringen. In einem starken Jahr reizt du die Förderung aus, in einem schwachen fährst du herunter, ohne dass der Vertrag Schaden nimmt.

Und die Basisrente? Der ehrliche Vergleich

Die Basisrente – oft Rürup genannt – ist für viele Selbstständige das naheliegende Produkt, und für manche bleibt sie die bessere Wahl. Die beiden lösen unterschiedliche Aufgaben:

AltersvorsorgedepotBasisrente
Steuerlich absetzbar bis 2.340 € im Jahr deutlich höheres Volumen
Zulagen vom Staat ja, bis 540 € plus Kinderzulage nein
Auszahlung bis 30 % als Einmalbetrag möglich ausschließlich lebenslange Rente
Fürs Eigenheim verwendbar ja nein
Vererbbar ja nur eingeschränkt über Zusatzbausteine
Kündbar oder übertragbar ja nein

Kurz gefasst: Die Basisrente ist das stärkere Steuersparinstrument bei hohem Einkommen, aber sie ist unwiderruflich. Das Altersvorsorgedepot bringt Zulagen, lässt sich teilweise auf einen Schlag auszahlen, fürs Eigenheim einsetzen und vererben. Für viele ist die Kombination sinnvoller als die Entscheidung für nur eines von beiden – und genau das rechnen wir im Gespräch durch.

Für wen sich das besonders lohnt

  • Selbstständige mit Kindern. 300 € je Kind sind eine Größenordnung, die die Basisrente überhaupt nicht bietet.
  • Wer aufs Eigenheim spart. Das Kapital lässt sich für eine selbst genutzte Immobilie einsetzen – bei der Basisrente ausgeschlossen.
  • Wer flexibel bleiben will. Unwiderruflichkeit ist bei einer selbstständigen Erwerbsbiografie ein größeres Risiko als bei einer angestellten.
  • Jüngere Selbstständige. Wer beim Einstieg unter 25 ist, bekommt einmalig 200 € Berufseinsteigerbonus obendrauf.

Was du zum Gespräch mitbringen solltest

Nichts Aufwendiges. Hilfreich sind der letzte Steuerbescheid, eine grobe Vorstellung deines durchschnittlichen Gewinns und – falls vorhanden – die Unterlagen zu bestehenden Verträgen wie Basisrente oder freiwilliger Einzahlung in die gesetzliche Rente. Wenn nichts davon greifbar ist, fangen wir trotzdem an.

Kostenlose Ersteinschätzung anfragen

Kostenlos und unverbindlich. Rückmeldung binnen 24 Stunden an Werktagen. Termine in Nürnberg oder digital.

For self-employed and freelance workers

The retirement investment account for self-employed people

Under the old Riester scheme, self-employed people were excluded – for twenty years. The new retirement investment account is open to them from 2027, with the same subsidies as everyone else. For many it is the first state-subsidised pension arrangement that actually fits irregular income.

Why this is a genuine change

Riester subsidies were tied to compulsory membership of the statutory pension insurance. Anyone self-employed and not compulsorily insured had no entitlement – regardless of what they earned or how urgently they needed to save. That left the Basisrente, an ordinary investment account, or nothing.

The new account removes that hurdle. Anyone with unlimited tax liability in Germany qualifies. Employment status no longer matters.

What you get

  • Up to €540 basic allowance per year. 50 per cent on the first €360 of your contributions, 25 per cent on everything up to €1,800.
  • €300 per child per year where child benefit is paid, in full from €25 of your own monthly contribution.
  • Tax deduction on your own contributions up to €1,800 plus the allowances received – up to €2,340 without children.
  • Investment in funds and ETFs without contribution guarantees, with a statutory 1.0 per cent cost cap on the subsidised standard product.

The calculator works out what that means in your case in thirty seconds.

The point that matters most: flexibility

Self-employed income fluctuates. A strong quarter, a weak one, an investment that ties up everything – that is the norm, not the exception. Many pension products fail exactly there, because they demand fixed contributions over decades and penalise reductions.

Here the minimum contribution is €120 per year, or €10 a month. Full subsidies are reached at €1,800 per year – but you do not have to pay that evenly month by month. In a strong year you use the subsidy in full, in a weak one you scale back without damaging the contract.

What about the Basisrente? The honest comparison

The Basisrente – often called Rürup – is the obvious product for many self-employed people, and for some it remains the better choice. The two solve different problems:

Retirement accountBasisrente
Tax deductibleup to €2,340 a yearconsiderably more
State allowancesyes, up to €540 plus child allowanceno
Payoutup to 30 % as a lump sumlifelong annuity only
Usable for a homeyesno
Inheritableyesonly through add-on cover
Can be cancelled or transferredyesno

In short: the Basisrente is the stronger tax instrument at high incomes, but it is irreversible. The new account brings allowances, allows a partial lump sum, can go towards a home and can be inherited. For many people a combination makes more sense than choosing one or the other – and that is what we work through together.

Who benefits most

  • Self-employed people with children. €300 per child is an order of magnitude the Basisrente does not offer at all.
  • Anyone saving towards a home. The capital can go into a property you live in yourself – impossible with the Basisrente.
  • Anyone who wants to stay flexible. Irreversibility is a bigger risk in a self-employed career than in an employed one.
  • Younger self-employed people. Starting under 25 adds a one-off €200 starter bonus.

What to bring to the meeting

Nothing elaborate. Your last tax assessment helps, a rough idea of your average profit, and – if you have them – documents on existing arrangements such as a Basisrente or voluntary contributions to the statutory pension. If none of that is to hand, we start anyway.

Request a free initial assessment

Free and without obligation. Reply within 24 hours on working days. Meetings in Nuremberg or online.